Unsere Hochzeitseinladung – Ich mache das lieber selbst!

Die Auswahl der Hochzeitseinladung stellte ich mir als eine der am wenigsten schwierigen Aufgaben im Rahmen unserer Hochzeitsvorbereitungen vor. Doch ich hatte da wohl mich und meinen Perfektionismus vergessen.

Vor welchen Herausforderungen wir nun jetzt stehen, damit hätten wir vor ein paar Monaten auch nicht gerechnet. Dass die ein oder andere Hürde kommt, klar. Aber dass wir nun bangen müssen, ob unsere kirchliche Hochzeit im Herbst überhaupt stattfinden kann… Die aktuelle Situation ist so wenig vorhersehbar, keine Ahnung, was in ein paar Monaten ist. Aktuell bleiben wir allerdings positiv und hoffen das Beste!

Da wir einige Einladungen bereits an die Familie verteilt hatten, bevor Corona überhaupt ein Begriff war, haben wir uns entschieden, nun auch die restlichen Einladungen mit dem geplanten Datum zu verteilen. Nicht, dass das zu Hause zu keiner kleinen Diskussion geführt hätte, aber wir haben zum Glück nur positive Resonanz erhalten. Die meisten Gäste haben sich einfach über etwas Schönes in dieser Zeit gefreut.

Doch ich hatte da wohl mich und meinen Perfektionismus vergessen…

Instagram, Pinterest, Etsy – die Inspirationsquellen sind vielfältig. Mein Pinterestboard war bereits voll mit Frisuren, Torten und Deko im Bohostil. Was die Hochzeitseinladung anging, wusste ich bisher nur, dass Trockenblumen vorkommen sollten. Alles mit Federn gefiel mir auch ganz gut, aber nicht die vorgeschlagenen Farben. Ein richtiges Farbmotto wird unsere Hochzeit nicht haben. Durch das Bohothema wird viel in gedeckten Farben sein mit ein paar goldenen Akzenten. Keine klassische Hochzeit, frei von (fast 🙂 ) allen Konventionen, Bohème eben. All das sollte sich auch schon in der Hochzeitseinladung wiederfinden.

Hochzeitseinladung

Nach der standesamtlichen Trauung war ja nun mein festes Ziel, mehr abzugeben und eine gute Mischung aus DIY und andere mal machen lassen zu finden. Die Einladungen wollten wir also bestellen. Gefühlt haben wir jeden Kartenshop durchgesehen. Die meisten Einladungen waren uns zu klassisch, zu standardmäßig und einfach nicht passend zu uns. Mein Mann fügte dann irgendwann mal ein, dass die Hochzeitseinladung nicht zu weiblich werden soll. Na toll, auf Glitzer und Kitsch stehe ich auch nicht, aber wie soll denn eine Einladung zur kirchlichen Trauung männlich sein? …

Mit all diesen Voraussetzungen haben wir schließlich tatsächlich eine Karte gefunden, die uns zusagte. Wir planten nun schon, dass wir dazu noch selbst tätig werden müssten, weil die Kartenart nicht genug Platz bot für die Informationen, die wir mit der Einladung an unsere Gäste rausgeben wollten. Als ich dann online alles konfiguriert hatte, die passende Anzahl eingab und mir der Gesamtpreis berechnet wurde, fiel ich fast vom Stuhl. Und das muss bei mir schon was heißen! Ich weiß selbst zu gut, wie viel Arbeit in solchen Einladungen steckt und dass Handarbeiten oft unterschätzt werden, aber ein Shop, der bewusst mit versteckten Kosten spielt? Nein, danke!

Was nun daraus geworden ist und wie unsere Traumeinladung letztendlich ausschaut, das zeige ich euch jetzt aber endlich!

Ich mache das lieber selbst: unsere DIY Hochzeitseinladung

Also musste ich doch wieder selbst ran. Damit habe ich mir so viel Arbeit gemacht, dass wir zwischendurch überlegten, ob wir nicht doch lieber eine fertige Karte bestellt hätten. Als wir schließlich aber die erste fertige Einladung in den Händen hielten, wusste ich, es war die Arbeit wert. Sowas von!

Unsere Hochzeitseinladung besteht aus vier Teilen: die Einladung an sich, ein Ablaufplan, Informationen und eine Rückantwortkarte. Wir haben uns für eine Mischung aus hellem Büttenpapier und Kraftpapier entschieden, die Karten sind in der Größe A6. Nur der Ablaufplan ist etwas kleiner, damit man ihn ganz praktisch am Tag unserer Hochzeit dabei haben kann.

Auf der Einladung befinden sich neben ein paar schönen Worten die Adresse der Kirche und unserer Feierlocation. Verziert ist das Büttenpapier mit etwas Blattgold und zwei getrockneten Jazildablüten.
Ich hoffe, die folgenden Bilder können euch einen guten Eindruck verschaffen, auch wenn ich alle persönlichen Daten abgedeckt habe.

Einladung

Man steht hier übrigens vor Herausforderungen wie dem möglichst nicht sichtbaren Befestigen der Blumen. Nachdem wir aber so ziemlich jeden erhältlichen Kleber ausprobiert haben, waren kleine Klebepunkte (wie bei Proben in Zeitschriften) unsere Lösung.

Für den Ablaufplan habe ich goldfarbene Symbole zum free Download im Internet gefunden.

Hochzeitseinladung

Informationen zur Anfahrt, Parkmöglichkeiten, Geschenkwünschen und weitere Hinweise haben wir ebenfalls auf Büttenpapier mit Blattgold in den Ecken notiert. Außerdem finden sich hier die Zugangsdaten für unsere Hochzeitwebsite. Diese führen wir auch nach dem Standesamt weiter. Sehr praktisch für noch weitere Infos und um die Gäste an den Vorbereitungen teilhaben zu lassen. Vielleicht verfasse ich dazu mal noch einen eigenen Beitrag.

Schließlich haben wir auch eine Karte zur Möglichkeit der Rückantwort auf Kraftpapier beigelegt. Ich fand es ganz cool, die Gäste mein Kleid raten zu lassen. Da kommen sie gleich schonmal in den Geschmack auf ein paar andere Aktivitäten, an denen sie bei unserer Feier mitmachen können. Kleiner Spoiler 😉

Hochzeitseinladung

Alle vier Teile der Hochzeitseinladung haben wir nun mit einem Band umwickelt und mit einem Siegel befestigt. Bänder haben wir unterschiedliche aus Bast und Spitze genommen, die Siegel haben wir fertig zum Aufkleben bestellt. So kam die Einladung zuletzt in einen transparenten Umschlag. Dort haben wir mit Bast eine Feder, auf der die Namen der Gäste mit Goldfolierung stehen, befestigt.
Das ist übrigens der einzige Schritt, welchen ich im Nachhinein weggelassen hätte. Ich habe jeden einzelnen Namen mit Goldfolie auf die Pappfeder geprägt, das hätte man auch einfacher mit einem Goldstift machen können.

Aber was soll ich sagen? Als ich die erste fertige Hochzeitseinladung in den Händen hielt, musste ich mir schon ein Tränchen verdrücken. Für uns ist sie einfach perfekt geworden und der Aufwand hat sich definitiv gelohnt. Welch schöneres Kompliment könnte es geben, wenn mehrere Gäste sagen, dass das die schönste Hochzeitseinladung ist, die sie bisher gesehen haben. Da bin ich auch ein bisschen stolz. Denn auch wenn ich hier nun meistens „wir“ geschrieben habe, sind die Einladungen von mir erstellt worden 😉

Makramee hatten wir übrigens schon beim save the date. Und unsere Einladung zum Standesamt als Wimpelkette finde ich auch immer noch so toll!

Bleiben wir weiter positiv!

Eure

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