Slow – Einfach leben: Wie du deinen Lebensstil vereinfachen kannst

Dieser Beitrag enthält Werbung.

Typisch ich: Immer auf der Suche nach inspirierenden Büchern, das Buch auf Instagram gesehen, Cover gefällt, Inhalt hört sich vielversprechend an, gekauft. Warum sich dieser Kauf definitiv gelohnt hat und was ich aus dem Buch mitnehme, das erfahrt ihr heute.

Durch das Buch bin ich wirklich in Gedanken gekommen, was viele meiner Lebensbereiche betrifft. Durch einige weitere detaillierten Recherchen bin ich auf weitere Bücher, Apps und Podcasts gestoßen, die mir neue Inspiration für ein einfacheres und gleichzeitig bewussteres Leben gegeben haben. Besonders inspiriert hat mich in diesem Zusammenhang ebenfalls die Netflix Dokumentation „Minimalism“.

Die folgende Auflistung basiert in den meisten Punkten auf dem Buch, es sind aber auch Lebensbereiche und Aspekte hinzugefügt, die sich durch meine eigenen Schlussfolgerungen und Konsequenzen ergeben haben.

Slow: Einfach leben

Mit Klick auf das Buchcover gelangst du direkt zur Bestellseite. Es handelt sich bei dem Link um einen Amazon Affiliate Link:

„Für das, was wirklich wichtig ist, bleibt im Leben oft erschreckend wenig Platz. Stattdessen stopfen wir unsere Wohnungen, Kalender und Köpfe voll mit Dingen, die uns belasten, statt glücklich machen.“
Von diesen ersten Zeilen des Klappentextes an wusste ich, dass dieses Buch für Leute wie mich verfasst wurde.

Ich schlug also das Buch auf, las den Brief und die Vorstellung der Autorin und wusste, das Buch ist über Leute wie mich.

Gespickt von tollen Fotos und Anregungen für ein entschleunigtes Leben geht Brooke McAlary einzelne Lebensbereiche durch. Oft sind die Schilderungen durch eigene Erfahrungen und Beispiele geschmückt, sodass die Autorin auch Schwierigkeiten und mögliche Fehler aufdecken kann.

Dinge, die ich nun anders mache

Monitorfreies Schlafzimmer

Ich gestehe, dieser Punkt fällt mir so schwer und ist auch noch nicht zu hundert Prozent umgesetzt. Aber gerade deshalb halte ich ihn für so wichtig.
Es erforderte bereits viel Durchsetzungskraft, aber ich bestehe darauf, dass wir keinen Fernseher im Schlafzimmer haben. Wesentlich besser ist das, was wir machen, aber auch nicht. Denn meistens läuft dann noch etwas zum Einschlafen auf dem iPad. Und mein Handy liegt sowieso die ganze Nacht neben mir, um den Akku aufzuladen und mich am Morgen zu wecken.

Brooke McAlary geht in ihrem Buch Slow einen Schritt weiter und besteht auf ein komplett monitorfreies Schlafzimmer. Wie sehr Recht sie damit hat, beweist die Tatsache, dass mich allein der Gedanke daran wahnsinnig werden lässt.

Erst beim Lesen dieser Zeilen wurde mir wirklich bewusst, dass der Blick auf mein Handy eine der letzten Taten meines Tages ist und mit dem Ausstellen des Weckers auch jeden Morgen die erste. Noch bevor ich meinem Mann guten Morgen sage, sehe ich auf mein Handy. Wie schrecklich ist das denn?

Ehrlich: Ich habe es bisher keine Nacht durchgezogen. Ausrede: Wir hatten noch keine Zeit, einen anderen Wecker zu besorgen. Und ja, ich lache selbst über mich.
Aber das Projekt wird definitiv gewagt. Denn ich bin überzeugt davon, dass es sich positiv auf das Schlafverhalten auswirkt. Und dass ein gesunder Schlaf Voraussetzung für einen guten Tag ist, brauche ich euch nicht erklären. Starten wir also mit einem bewussten Schlaf in ein bewussteres Leben!

Konsumverhalten

Jetzt habe ich bereits geschrieben, wie schwer es mir fällt, eine Nacht ohne Handy neben mir zu verbringen, dabei kommt jetzt erst mein größtes Laster…
Der erste Schritt ist eigentlich schon lange gemacht: Ich bin mir bewusst darüber, dass mein Konsumverhalten nicht gut ist und ich damit andere Bereiche ausgleiche. Und dennoch schaffe ich es immer und immer wieder, diese Gedanken zu verdrängen, sobald ich in einem Laden stehe, einen Newsletter mit den neuesten Angeboten erhalte oder mal wieder neue Produkte auf Instagram sehe, die ich UNBEDINGT haben muss. Mit Freude sehe ich schon meine Story vom Unpacking mit dem Hashtag #instamademebuyit…

Ehrlich gesagt denke ich bisher wenig über meine Ausgaben nach. Ich verdiene mein eigenes Geld und davon genug, also kann ich mir auch leisten, worauf ich Lust habe. Und für einen kurzen Augenblick macht es mich glücklich.
Wir alle kennen den Spruch „Geld allein macht nicht glücklich.“ Irgendwie hatte das für mich oft den Beigeschmack, dass Menschen ohne viel Geld sich das ja auch schließlich einreden müssen. Erst nach und nach erkenne ich meinen Fehler und die Gefahr, die diese Denkweise mit sich bringt.

Denn am Ende macht es dich ganz und gar nicht glücklich. So hast du nie genug und willst immer mehr. In dem Moment, in dem du dir das nagelneue iPhone gekauft hast, bringt apple die nächste Version heraus, die ja noch so viel mehr kann als deine.

Mein persönlich bestes Beispiel ist mein Auto. Für mich war es vor ein paar Jahren quasi die Belohnung für meine Verbeamtung. Yes, DAS kann ich mir jetzt leisten!
Das Auto ist der teuerste Gegenstand, den ich je gekauft habe. Dazu gab es natürlich nur die besten und teuersten Versicherungen – bei dem Preis des Autos muss das schließlich sein.
Und wisst ihr was? Mich hat noch nie ein Gegenstand so viele Nerven und Zeit gekostet und mich damit letztendlich auch alles andere als glücklich gemacht.
Ganz selbstbewusst habe ich beim Kauf des Autos ausgerechnet, dass ich die Kosten problemlos aufbringen kann. Wer mir schon länger auf Instagram folgt, weiß, wie oft irgendwas an diesem blöden Auto kaputt ist. Klar hätte mir das mit jedem Auto passieren können, aber ohne die dermaßen hohen Kosten für die Anschaffung zusammen mit den ebenso hohen laufenden Kosten hätten mich die Reparaturkosten manch Träne weniger gekostet.

Ähnlich sieht es in meinem Kleiderschrank aus. Klamotten zu kaufen ist für mich immer entweder eine Belohnung oder ein Frustkauf gewesen. Ich habe gekauft, was mir gefällt oder auch einfach, weil etwas im Angebot war. Selten habe ich bewusst Dinge gekauft, die ich wirklich brauchte. Und lasst uns jetzt nicht davon reden, wie viel davon ungetragen in meinem Kleiderschrank rumliegt… Zum Thema Ausmisten und Aufräumen komme ich gleich aber noch.

Voller Stolz kann ich sagen: Ich bin auf einem guten Weg! Ich kaufe bewusster und dadurch viel weniger. Vor allem Onlinekäufe schaffe ich gut zu reduzieren. (Es gab Zeiten, da hatte ich ohne Witz ein eigenes DHL-Lager zu Hause.)

Aufräumen und Ausmisten

Beides schaffe ich immer mal wieder sehr gut, dann wieder gar nicht. Vor allem beim Ausmisten lasse ich mich schnell verunsichern.
Ich habe die Bücher von Marie Kondo verschlungen. Ich habe radikal aufgeräumt und ausgemistet, dabei noch mehr Chaos veranstaltet und hatte am Ende nicht weniger, es war nur anders sortiert. Kennt ihr auch, oder?

Mit den Tipps von Brooke McAlary komme ich gut voran. Ich suche mir immer nur eine kleine Ecke, die ich angehe. So erlebe ich viel schneller Erfolgserlebnisse, bin nicht überfordert und gehe alles viel systematischer an. Es muss nicht gleich, das ganze Regal sein, die eine schlimme Schublade (die jeder hat 🙂 ) reicht auch erst einmal für heute. Es muss auch nicht gleich die ganze Küche gemacht werden, vielleicht begibst du dich heute zunächst einmal nur an den Kühlschrank oder nur an die Tupperdosen. Slow ist auch hier angesagt!

Ernährung

Diesen Punkt setzen wir bisher am besten um. Doch geht es hier nicht nur „einfach“ um eine gesunde und ausgewogene Ernährung, sondern wie bei allen diesen Bereichen und meinen Zielen um bewusste Entscheidungen. Und hierbei geht es für mich auch bestimmt nicht ausschließlich um die Lebensmittel an sich. Was ist bitte mit den Verpackungen los? Wenn ich Obst und Gemüse kaufe, habe ich oft das Gefühl, zu Hause mehr Plastikfolie als Vitamine auszupacken.

Lange Zeit habe ich im Supermarkt ausschließlich Bio-Eier gekauft. Beim Blick auf den Preisunterschied zu den Eiern aus Bodenhaltung wurde ich wahnsinnig.
Aber das ist genau der falsche Ansatz. Heute kaufe ich bewusst und gerne (!) nur noch Eier vom Hof, der zum Beispiel garantiert, dass die männlichen Küken nicht nach der Geburt getötet werden. Für dieses Umdenken muss es einmal klick machen, damit sich ein Prozess bei dir selbst in Bewegung setzen kann.

Natürlich gibt es weitaus mehr Lebensbereiche, die ich hier nun ansprechen könnte und in denen definitiv auch etwas geändert werden muss. Aber auch das gehört genau dazu. Ich lasse es eben langsam angehen und befasse mich nun erst einmal mit diesen Aspekten. In anderen Bereichen bin ich vielleicht sogar schon weiter und habe gar nicht mehr so viel Arbeit vor mir. Wiederum andere Dinge stelle ich hinten an, weil sie derzeit nicht den gleichen Stellenwert für mich haben.

Slow: Auf in ein minimalistisches Leben!

Euch ist aufgefallen, dass es mir nicht von heute auf morgen leichtfällt, diese ganzen Bereiche bewusst zu ändern, zu vereinfachen, zu minimalisieren. Und genau das, nämlich alles als Prozess an- und wahrzunehmen, ist der erste Schritt in ein einfaches Leben im Sinne von Slow.

Mir ist schließlich wichtig, noch zu betonen, dass es in allen Bereichen gilt, Kompromisse zu finden. Besonders, wenn man in einer Familie oder Partnerschaft lebt. Es ist auch ok, ab und zu in einem Fall nachlässig zu sein. Das darf und muss sein. Letztendlich muss sich jeder wohlfühlen.

Und all das hier soll nicht heißen, dass mit dieser neuen minimalistischen Lebensweise all deine Probleme verschwinden und du jetzt nur noch glücklich in den Tag lebst.
Aber ich möchte dazu aufrufen und mit einem guten Beispiel voranzugehen, bewusst zu leben. Sei dir bewusst darüber, was Instagram mit dir macht. Sei dir bewusst, wie vielen Werbeanzeigen du täglich ausgesetzt bist. Sei die bewusst, was passiert, wenn du die billigsten Eier kaufst.

Meine neue Frage lautet: Ist es das wert?


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.