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Tatsächlich habe ich so viele Anmerkungen und Fragen zu meinem Standesamtoutfit bekommen, dass ich diesem einen eigenen Beitrag widmen werde.
Und ein Outfit für eine Hochzeit im Winter zu finden, ist für die Frau wirklich nicht ganz einfach.
Ich habe selbst lange überlegt und am Ende ist es genau das geworden, was ich zuerst auf keinen Fall wollte 😉
Meine Vorstellung ging anfangs in die zweiteilige Richtung. Ein langer Tüllrock sollte es werden, vielleicht in einem Grauton oder auch beige. Darunter hätte ich eine dickere Strumpfhose tragen können und die Schuhe wären nicht ganz so wichtig gewesen. Dazu ein weißer Flauschpulli, damit ich keine Jacke benötige.
Was von Anfang an feststand war, dass ich einen Blumenkranz haben wollte. Mit dem Brautstrauß selbst war ich mir bis zum Tag vor der Hochzeit noch unsicher.
Die Suche nach dem Standesamtoutfit
Schnell stellte ich fest, dass es gar nicht so einfach ist, einen langen Tüllrock im Winter zu bekommen. Auch online wurde ich kaum fündig. Ich hatte letztlich andere Farben, aber auch nur in kürzeren Längen zu Hause. Dann musste eben der Pulli umso schöner werden. Tja, einen weißen flauschigen Pullover (in guter Qualität!) findet man im Winter auch nicht. Ich muss vielleicht noch dazu sagen, dass ich nicht bereit war finanziell in den vierstelligen Bereich zu gehen. Einen richtigen Brautmodenshop habe ich sogar gefunden, der diese zweiteiligen Outfits anbietet, genau so wie ich es mir vorgestellt hatte. Leider lagen die Röcke dort um die 1000 Euro und die Oberteile um die 600 Euro. So viel wollte ich definitiv nicht für mein Standesamtoutfit zahlen. Das wird beim Kleid für die kirchliche Hochzeit nochmal was anderes sein!
Also was nun?
Ich kam also zu der Erkenntnis, dass es doch ein Kleid werden würde. Irgendwann habe ich aufgehört zu zählen, wie viele verschiedene Kleider ich anprobiert habe und wo ich überall geschaut habe.
Die Pinterest- und Googlesuche schmissen nach und nach natürlich auch bestimmte Marken für Brautmoden raus. Tja und bei einer davon bin ich dann tatsächlich hängen geblieben 🙂
Mein Standesamtoutfit im Winter
Da hatte ich es also auf einmal einfach an. Ein weißes Spitzenkleid von Ivy & Oak. Und alles gefiel. Besonders die Spitze hatte es mir angetan.
Trotzdem war ich mir nicht sofort sicher. Ich wusste, das wäre mein Kleid, wenn ich wirklich ein Brautkleid anziehen wollte.
Am Ende haben mich zwei Dinge überzeugt: Die Reaktion meines Zukünftigen und die Feststellung, dass ich vorhabe, nur einmal im Leben zu heiraten, auch standesamtlich.
Also warum nicht? Ich finde, das Wichtigste ist doch, dass man sich selbst wohl fühlt. Alles andere und vermeintliche Standards und Vorgaben sind einfach völlig egal, denn das ist euer Tag! Egal ob frei, standesamtlich oder kirchlich!

Eine kleine Herausforderung stellte sich noch in der Tatsache, dass das Kleid rückenfrei war. Aber das war schließlich auch kein Problem. Lasst euch im Wäschegeschäft beraten, es gibt da allerhand Möglichkeiten, von denen ich vorher auch nichts wusste 🙂
Und eine Jacke hatte ich sowieso die meiste Zeit darüber wegen der Kälte und zum Wohlfühlen.
Alles Weitere ergab sich schließlich fast wie von selbst. Schlichte Pumps in nude waren relativ schnell gefunden. Als kleiner Farbtupfer und zum Betonen der Taille habe ich ein altrosa Samtband genommen. Die Flowercrown habe ich mir ganz schlicht bei Wild Daisy ausgesucht, weil ich ja noch nicht wusste, ob ich einen Strauß haben werde.

Und der Strauß?
Ihr habt es auf den Bildern ja schon gesehen, ja ich hatte einen Strauß. Er war klein, er war im Boho Stil und damit etwas wild, er passte in den Winter und war selbstgemacht. Der Mann hat zwar eine Krise bekommen, dass ich dafür extra noch nach Venlo gefahren bin, aber ich wusste einfach, dass ich da genau das bekomme, was mir gefällt und die Blumen wirklich lange halten! Natürlich durfte Eucalyptus nicht fehlen und eine große weiße Rose bildete die Mitte, passend zu meinem Blumenkranz. Dazu ein paar Akzente in burgunder und gold und die Reste meines Taillenbandes wickelte ich um den Strauß für ein stimmiges Gesamtbild.
Etwas gefroren habe ich schon. Aber bis auf ein paar Ausnahmen für Fotos hatte ich immer schön mein Jäckchen an. Alles in allem war ich mit meinem Outfit sehr zufrieden und habe auch viele Komplimente dafür bekommen. Ich würde nichts anders machen und auch jederzeit wieder im Winter heiraten.
